Zur Geschichte Winnweilers ...

Winnweiler (3411 Einwohner - Stand: August 2009) wird in einer Urkunde vom 10. Februar 891 zum erstenmal als Winidowilari urkundlich erw√§hnt. Damals wurde das Dorf mit seiner Kirche, einem Herrenhof und mit seiner gro√üen Urgemarkung von Gaugraf Erinfried vom Bliesgau an das Stift Neuhausen bei Worms √ľbertragen. Auf der Winnweilerer Urgemarkung waren zu diesem Zeitpunkt schon eine ganze Reihe von damals noch jungen Rodungssiedlungen entstanden: Hochstein, Gehrweiler, Gundersweiler, Falkenstein, vermutlich auch H√∂ringen und Wingertsweiler und das sp√§tere Oberb√∂rrstadt.

Germanisten und Historiker deuten den hier erstmals erwähnten Ortsnamen Winidowilari als "Siedlung der Wenden". Sie schließen daraus, dass Winnweiler in der Zeit Karls des Großen (also nach 768) durch Ansiedlung einer wendischen (slawischen) Bevölkerungsgruppe entstanden ist. Vermutlich hat aber schon vorher auf dem ehemaligen Reichsland ein Herrenhof bestanden, bei dem die Ansiedlung erfolgte.

In den folgenden Jahrhunderten kam Winnweiler vom vorgenannten Stift Neuhausen √ľber verschiedene Adelsgeschlechter zur Herrschaft Falkenstein. Diese Herrschaft war gegen Ende des ersten Drittels des 13. Jahrhunderts aus dem Besitz der Reichsministerialen von Bolanden heraus entstanden und wurde ab 1518 Reichgrafschaft. Fortan, bis zum Ende der Feudalzeit, teilte Winnweiler das Schicksal dieses Territoriums. Mit ihm kam Winnweiler 1667 an die Herz√∂ge von Lothringen und sp√§ter mit Franz Stephan von Lothringen (Gemahl der habsburgischen Erbtochter Maria Theresia und seit 1745 Kaiser Franz I.) an das Haus Habsburg-Lothringen. Defacto geh√∂rte damit die Grafschaft Falkenstein mit ihrem Verwaltungsort Winnweiler bis zur Revolutionszeit zu √Ėsterreich.
Schon seit der Zugeh√∂rigkeit zu Lothringen war im 1604 errichteten falkensteinischen Schloss in Winnweiler ein Oberamt eingerichtet. Vor allem unter den habsburg-lothringischen Oberamtm√§nnern in der 2. H√§lfte des 18. Jahrhunderts war dieses Oberamt f√ľr die Entwicklung Winnweilers von gro√üer Bedeutung.

Auch in der franz√∂sischen Zeit (1797- Januar 1814) und nach dem √úbergang der Pfalz an das K√∂nigreich Bayern (1816) blieb Winnweiler Sitz der Verwaltung f√ľr sein Umland ("Kantonsort"). Auch in dieser Zeit ging die positive Entwicklung Winnweilers weiter. Heute ist Winnweiler Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde.

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