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Archiv - Neues

04.10.2011 Kategorie: Neues

Oktobermarktumzug bei herrlichem Wetter großer Erfolg


WINNWEILER: An die 50 Nummern beim Oktobermarkt-Umzug - Turnverein ist mit sechs Gruppen dabei -"Zäppler" kommen angesichts der Hitze kaum nach


An die 50 Zugnummern zählte der Oktobermarkt-Umzug, der sich am Sonntagnachmittag vorbei an Tausenden begeisterter Schaulustiger durch Winnweiler schlängelte. Vereine und Organisationen nutzten die Gelegenheit, mit Motivwagen oder Fußgruppen auf sich und ihre Arbeit aufmerksam zu machen. Unter der strahlenden Spätsommersonne bot der ideenreiche Lindwurm ein farbenfrohes Bild voll purer Lebensfreude.


Gleich vorneweg entführten die kleinen Bauchtänzerinnen der Kreisvolkshochschule in die Welt aus Tausend und einer Nacht. Ihnen folgte, als böse lädierte „Unfallopfer" zurechtgemacht, der Nachwuchs der Jugendrotkreuzes sowie die Jugendfeuerwehr. Auf dem Wagen der Brauerei Bischoff kamen die „Zäppler" kaum nach, den ob der hohen Temperaturen enormen Flüssigkeitsverlust der Zuschauer auszugleichen.


Tiere machen sich im Umzug immer gut und wenn sie sich so wohlerzogen geben wie die Vierbeiner des Vereins für Deutsche Schäferhunde der Ortsgruppe Winnweiler oder die Zughunde aus Rodenbach, vor bändergeschmückte Wägelchen gespannt, konnten sie sich der allgemeinen Zuneigung sicher sein. Da bleibt wohl nur zu hoffen, dass sie nicht zu jenen gehören, deren Hinterlassenschaften die Mitarbeiter der Ortsgemeinde Winnweiler besichtigen müssen, die klagten: „Hundekot wo man geht und steht."


Furore machte die Interessengemeinschaft „Hochsteiner Kreuz", die ihren Wagen mit Bruchstücken jeder Größe von ihrem mit Blitzschlag zerstörten Wahrzeichen bestückt hatten, die sie gegen eine kleine oder gerne auch größere Geldspende unter die Leute brachten. Fröhlich winkten die Kleinen der Kindertagesstätte Sankt Dominikus von ihrem mit frischem Grün und bunten Blumen geschmückten Wagen. Kinder und Jugendliche des protestantischen Kindergottesdienstes warben für ihre Kirche, die Jugenpflege der VG Winnweiler machte auf ihre Arbeit aufmerksam, ebenso die Interessengemeinschaft Kindertag, die Obst verteilte. „Im Winter fahren wir im Schnee, im Sommer radeln wir über Berg und Höh", verkündeten die Mitglieder des Skiclubs Donnersberg an ihrem schönen Motivwagen und schwelgten als Fußgruppe im Stil eines Shantychors in Erinnerungen an ihre jüngste Tour nach Usedom.


Gleich mit sechs Gruppen präsentierte sich der Turnverein Winnweiler. Ob mit Bändern oder Seilen, Badminton spielend oder Barren turnend, der Vereinsnachwuchs machte stets eine gute Figur. Eindeutig „den Vogel abgeschossen" hatten wieder einmal die Montagsturner, die diesmal als Kelten vom Donnersberg daherkamen. Stilecht gewandet von Kopf bis Fuß und mit einem originellen Gefährt, auf dem ein glimmender Holzkohlegrill nur auf einen saftigen Hasenbraten zu warten schien, waren sie eine absolute Attraktion. Dem Initiator und Hauptakteur Helmut Scheuer scheinen die Ideen einfach nicht auszugehen. Die Dienstagsturnerinnen verteilten eifrig Teilnehmerkarten für das Gewinnspiel, bei dem es einzuschätzen galt, wie viele Bälle sich im Kleinbus des Vereins wohl befinden mögen.


Stark vertreten war auch der ASV Winnweiler, der seinen Nachwuchs kickend auf die Straße schickte, F-, E- und D-Junioren zeigten ihre Geschicklichkeit am Ball, die Fußballdamen zogen es vor, sich „auf der Roll" kutschieren zu lassen und die gar nicht so alten „Alten Herren" taten es ihnen gleich. Rhythmus in den Zug brachte die Trommel-AG der Realschule plus, die Tanz-AG bot etwas fürs Auge, wie auch die Voltigiergruppe, die viel Beifall für ihre Turnübungen auf dem Pferderücken einheimste. Mit dem Slogan „leben und lernen den ganzen Tag" wurde für das Ganztagsangebot geworben.


Die Schützen aus Schweisweiler marschierten mit geschulterten Gewehren im Zug mit und ließen es ab und zu „krachen", der Boule-Club Hochstein machte lautstark auf sich aufmerksam; mit Volksliedern erfreuten die Sängerinnen des Gonbacher Frauenchors, der gerade sein 25-jähriges Bestehen gefeiert hat, und der Karnevalsverein „Fidelia" als Lohnsfeld grüßte mit einem schön geschmückten Wagen. Drei nostalgische Schlepper des Pfälzer Bulldog-Clubs Münchweiler tuckerten gemächlich daher. „Ozapft is" meldete die Münchweilerer Straußjugend und aus dem Cabrio der Werbegemeinschaft Winnweiler „regnete" es Süßigkeiten. Die Abordnung aus Potzbach verwies auf ihre ländliche Vergangenheit mit zwei hübschen „Rindviechern" und drei Geißen im Schlepptau, holten die „Resi mit dem Traktor ab" und grüßten ganz selbstbewusst den „Ortsteil Winnweiler".


Die Freunde aus der Partnergemeinde Saint-Laurent-Nouan waren wieder mit ihrem Loire-Kahn „angereist" und die Batterie „Fanfare" brachte musikalische Grüße aus Frankreich mit. Ein weiterer musikalischer Begleiter des Festumzugs war der Fanfarenzug Imsbach, in seiner schmucken Landsknechtstracht ein unverzichtbarer „Farbtupfer" in der bunten Parade. Schmissige Marschmusik bot auch der Musikverein Dörnbach und selbstverständlich der Musikverein Winnweiler, der traditionell den Zug anführte.


„Das Burglädchen", die Wellness-Oase Nadine Becker-Maurer, Reifen-Habermann und Kfz-Technik Kroll betrieben auch Werbung in eigener Sache, die „Circle-R-Ranch" Münchweiler tat ihr Motto „Cowboys, Pferde und Bier" kund. (rm)

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.230
Datum: Dienstag, den 04. Oktober 2011
Seite: Nr.24
"Deep-Link"-Referenznummer: '8180329'