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Archiv - Neues

08.12.2010 Kategorie: Neues

„Öffnende" Kinderstimmen und ökumenisches Hosianna


Chöre begeistern bei Adventssingen in katholischer Kirche Herz-Jesu - Rund 700 Euro Spenden für kirchliche Hilfswerke

Atem holen in der Hektik der Vorweihnachtszeit, still werden in der Atmosphäre des Gotteshauses, sich mit weihnachtlichen Melodien auf das Fest einstimmen lassen: Dazu laden die Winnweilerer Chöre seit Jahrzehnten in der Adventszeit ein. Einmal mehr haben die vielen Sängerinnen und Sänger am Sonntag die Zuhörer in der gut besuchten Herz-Jesu-Kirche begeistert.
Auch Pfarrer Walter Fuhrmann ging als „Hausherr" auf den Charakter der Veranstaltung ein. In der Auslegung des Adventsliedes „O Heiland, reiß die Himmel auf" verdeutlichte er die Sehnsucht der Menschen nach einem Retter und Erlöser.
„Wenn Kinder singen, öffnet sich der Himmel", heißt ein alter Spruch - und so war es auch wieder den Jüngsten vorbehalten, nicht nur den Himmel, sondern vor allem die Ohren und Herzen der vielen Besucher zu öffnen und auf das besinnliche Programm einzustimmen. Unter Leitung von Angelina Jacob und Nicolas Geminn besangen die Mädchen und Buben des Hochsteiner Kinderchors den „heil"gen Stern" sowie einen „Schmetterling im Tannenbaum" und verabschiedeten sich mit einem leisen „Schalom" nach der Musik von Siegfried Fietz. Die Aktiven von Diva Canto, dem Mädchenchor des Gesangvereins Hochstein (Leitung Hildegund Becker), betraten durch den Mittelgang schreitend und singend den Chorraum. Sie bestachen mit den wunderschön harmonisch vorgetragenen Chorsätzen „Dona Pacem, Domine" und „Als die Welt verloren". Ebenfalls unter dem Dirigat von Hildegund Becker erklang durch die Chorgemeinschaft Hochstein/ Münchweiler ausdrucksstark „Herr, deine Güte reicht so weit", ehe die Sängerinnen und Sänger freudig die „gnadenvolle Nacht" besangen.
Mit den Chorsätzen „Still ruht die Flur von Bethlehem" und „Der Weihnachtsstern" erzählte der Frauenchor der Sängervereinigung Winnweiler (Petra Lieberich) gefühlvoll die Geschichte der Heiligen Nacht. Der Männerchor der Sängervereinigung (Walter Paul) brachte die adventliche Hoffnung auf das Kommen des Herrn „Ich hör" die Stimme" zum Ausdruck, um dann im Psalm „Lobe den Herrn, meine Seele" die Barmherzigkeit Gottes zu preisen.
Der katholische Kirchenchor (Wolfgang Stadtmüller) beeindruckte mit „Ave Maria zart" und einem oberschlesischen Weihnachtslied „Auf dem Berge, da gehet der Wind". Ein musikalisches Erlebnis bot einmal mehr der junge Chor Hochstein (Sonja Walther). Mit ihren strahlenden Stimmen artikulierten die Sängerinnen und Sänger ausdrucksstark den Wunsch nach Frieden und Freiheit in einem Chorsatz von Anne Quigley und interpretierten sensibel und klangvoll das alte Adventslied „Maria durch ein Dornwald ging".
Der protestantische Kirchenchor (Gudrun Scherrer) meisterte perfekt den jubelnden Hochgesang eines „Halleluja". Rhythmische Trommelklänge begleiteten danach ein Traditional aus Afrika „Masithi - Singt Amen". Mit einem Alterzgebirgischen Weihnachtslied „Hosianna, Davids Sohn" beschlossen beide Kirchenchöre „ökumenisch" das Programm. Darin eingebunden waren auch zwei Instrumentalvorträge: Ein Saxophon-Trio unter Leitung von Gennadij Sidel brachte Marsch und Walzer aus der Nussknacker-Suite zu Gehör. Der Harfinist Florian Jurzitza erwies sich als virtuoser Beherrscher seines Saiteninstruments und gefiel mit zwei Kompositionen, wobei besonders der Gospel-Song „Oh holy night" ins Ohr ging.
Dekan Michael Pernt-Weigel gab mit seinem Dank an alle Mitwirkenden endlich auch den Beifall frei, der vom Publikum lange gespendet wurde. Mit einem gemeinsamen Adventslied, wie der Eingangschoral von Ruth Stadtmüller an der Orgel begleitet, klang der Abend aus. Dieser erbrachte „nebenbei" 698 Euro an Spenden zugunsten der kirchlichen Hilfswerke „Brot für die Welt" und „Adveniat". (rm)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.285
Datum: Mittwoch, den 08. Dezember 2010