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Archiv - Neues

03.01.2012 Kategorie: Neues

Nachtragshaushalt 2011 schließt im Finanzhaushalt mit einem Überschuss ab


Steuer-Plus dank „Stundenstein"


Mehreinnahmen bei den Realsteuern - allen voran bei der Gewerbesteuer - um insgesamt 2,88 Millionen Euro: Das ist der hauptsächliche Grund dafür, dass das Loch im Ergebnishaushalt der Ortsgemeinde Winnweiler für 2011 deutlich geringer ausfällt als erwartet. Das Defizit schrumpft gegenüber der ursprünglichen Planung um rund 300.000 Euro auf nunmehr 130.109 Euro. Zu Buche schlägt dabei vor allem die positive Entwicklung der Unternehmen im Gewerbegebiet „Am Stundenstein" im Ortsteil Alsenbrück-Langmeil.


Dort sind die Firmen Betten Schramm und Mobotix angesiedelt. „Die Investitionen im Gewerbegebiet 'Am Stundenstein' tragen erste Früchte", zeigte sich Ortsbürgermeister Rudolf Jacob bei der Vorstellung der Zahlen im Gemeinderat sehr erfreut. Zudem sei die Ortsgemeinde mit den vorhandenen finanziellen Mitteln sparsam und wirtschaftlich umgegangen. Sowohl die Personalkosten als auch der Aufwand für Unterhaltungen seien im Rahmen geblieben. Zudem seien keine unvorhergesehenen Ausgaben auf die Ortsgemeinde zugekommen. Jacob sieht daher gute Perspektiven zum Abbau der Fremdmittel.


Das Volumen des Ergebnishaushaltes ist gegenüber dem ursprünglichen Ansatz deutlich gewachsen: bei den Erträgen um 3,34 Millionen auf 7,66 Millionen Euro, bei den Aufwendungen um 3,04 Millionen auf 7,79 Millionen Euro. Die um 2,88 Millionen Euro gestiegenen Realsteuern betragen nun 4,51 Millionen Euro, was vor allem dem starken Anstieg bei der Gewerbesteuer zu verdanken sei, so Jacob. Einen Zuwachs von 185.000 Euro auf rund 1,5 Millionen Euro gibt es auch bei den Anteilen an der Einkommensteuer. 310.764 Euro Einnahmen gibt es aus öffentlich-rechtlichen, 120.458 Euro aus privatrechtlichen Entgelten.


Die Kehrseite der Medaille: Durch das kräftige Plus bei der Gewerbesteuer müssen 566.800 Euro mehr (jetzt 790.000 Euro) an das Land abgeführt werden. Die Kreisumlage steigt um 211.102 Euro, die VG-Umlage um 264.735 Euro. Insgesamt sind an Umlagen 3,45 Millionen Euro zu leisten. Aufgrund eines günstigeren Zinssatzes fallen die Zinszahlungen mit 163.040 Euro geringer aus als zunächst erwartet.


Im Finanzhaushalt stehen Erträgen in Höhe von 6,84 Millionen Euro Aufwendungen in Höhe von 5,08 Millionen Euro gegenüber, was zu einem Plus von 1,76 Millionen Euro führt. Für die Investitionen in Höhe von 1,18 Millionen Euro stehen Einnahmen in Höhe von 654.690 Euro zur Verfügung. Insgesamt bleibt ein Überschuss von 903.631 Euro, mit dem Verbindlichkeiten getilgt werden können.


Investiert werden unter anderem in die Erschließung des Neubaugebietes „Mühlberg" in Alsenbrück-Langmeil 737.851 Euro, in die restliche Erschließung des Gewerbegebietes „Am Stundenstein" 102.500 Euro und in den noch zu leistenden Anteil am Umbau des Außenbahnsteiges 64.200 Euro. Aus dem Verkauf von Baugrundstücken in Alsenbrück-Langmeil rechnet die Ortsgemeinde mit 275.791 Euro, aus der Veräußerung von Flächen im Ortskern von Winnweiler mit 83.360 Euro.


Vorgesehen ist eine Zwischenfinanzierung der Maßnahmen in Höhe von 142.199 Euro. Neue Kredite werden in Höhe von 96.969 Euro aufgenommen, für die Restsumme bedient sich die Ortsgemeinde der Einheitskasse. Ende 2011 betrug der Schuldenstand somit 3,07 Millionen Euro. Hinzu kommt ein Liquiditätskredit von rund 2,83 Millionen Euro. Davon werden rund eine halbe Million Euro zur Vorfinanzierung des Neubaugebiets „Mühlberg" in Alsenbrück-Langmeil benötigt. (osw)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.2
Datum: Dienstag, den 03. Januar 2012
Seite: Nr.15