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Archiv - Neues

11.05.2011 Kategorie: Neues

Jubliäumskonzert des MV Winnweiler in ausverkauftem Festhaus


WINNWEILER: Musikverein begeistert bei Konzert zum 100-jährigen Bestehen mit breit gefächertem und anspruchsvollem Repertoire


„Blasmusik gehobenen Anspruchs darf und kann im 21. Jahrhundert stilistisch fast alles. Darin liegt auch die Chance für die Zukunft - im Alten wie im Neuen": Das hat Orchesterchef Harry Geib in der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des Musikvereins Winnweiler betont. Und hat es noch eines Beweises für diese Worte bedurft - das Ensemble hat ihn beim Konzert vor zahlreichen Gästen im Festhaus auf beeindruckende Weise geliefert.


Von festlich bis fetzig, von Oper bis Musical, von Georg Friedrich Händel und Richard Wagner bis Andrew Lloyd Webber spannte sich der musikalische Bogen, mit dem die beiden ausführenden Orchester das Publikum begeisterten. Eröffnet wurde das Programm von den Brass Cats, elf Blechbläsern unter Leitung von Martin Anefeld. Dass sie, wie der Vorsitzende des Musikvereins Otto Leidunger angekündigt hatte, „etwas Besonderes" sind, zeigten sie schon mit ihrem „Einstieg": zwei Sätzen aus dem Concerto grosso von Georg Friedrich Händel und einem Marsch aus der Oper „Tannhäuser" von Richard Wagner. In reizvollem Kontrast zu den festlichen Klängen standen drei Stücke für Bläserensemble aus der Feder eines bayerischen Filmmusikkomponisten. Drei „musikalische Gemälde" aus „London Miniatures" zauberten den Gästen den geschäftigen „Trafalgar Square", einen stillen „Green Park" und das Pferdegetrappel der „Horse Guards Parade" vors geistige Auge und ins Ohr.


Christian Roos brillierte mit seiner Bass-Posaune beim rhythmisch betonten „Despite All Spirits", der melodiöse Musical-Titel „Send in the Clowns" traf den Geschmack des Publikums. Mit zwei weiteren modernen Kompositionen und einer Zugabe verabschiedeten sich die „Blech-Katzen" unter großem Beifall.


Mit dem „Florentiner Marsch" eröffnete das Blasorchester des Musikvereins unter Leitung von Harry Geib den zweiten Teil. Die Musiker belegten mit dem anspruchsvollen „Pilgerchor aus Tannhäuser", wozu engagierte Laien-Musiker mit effektiver Probenarbeit fähig sind. Wolfgang Stadtmüller lieferte in seiner Moderation auch Nichtfachleuten unter den Zuhörern interessante Informationen über Komponisten und Werke, beispielsweise zur Entstehung des „Capriccio Espagnol" von N. Rimsky-Korsakov. Keiner Erklärung bedurften dagegen die „Highlights of Evita". Die wunderschönen Melodien aus dem Musical von Andrew Lloyd Webber gehen einfach ins Ohr und berühren das Herz. Der „Zirkus Renz-Marsch" bot dem jungen Solisten Steffen Hertel die Gelegenheit, seine Virtuosität am Xylophon mit atemberaubender Schnelligkeit unter Beweis zu stellen. Große Gefühle weckten die Musikerinnen und Musiker mit der Konzert-Suite aus dem Oscar-preisgekrönten Film „Der mit dem Wolf tanzt" - für die Zuhörer eine musikalische Erlebnisreise.


„The Second Waltz" von Dimitri Schostakowitsch gewann zusätzlichen Glamour durch den spontanen Auftritt zweier Tanzpaare, die die beschwingte Musik in ebensolche Tanzschritte umsetzten. Mit einem „Military Marche", der zur Regionalhymne Englands geworden ist, schloss das Blasorchester den Abend. Die stürmisch geforderte Zugabe gewährten die Aktiven mit „Thank you for the music" - womit sie allen Besuchern aus dem Herzen sprachen.


Erster Vorsitzender Otto Leidinger hatte zu Beginn eine Reihe von Ehrengästen willkommen geheißen. Am Ende galt sein Dank den Musikern und ihren Dirigenten, den Helfern und Sponsoren, den Gratulanten und nicht zuletzt dem beifallfreudigen Publikum. Und auch er selbst erfuhr Dank von seinem „Vize" Nicolas Grimm für die intensive und erfolgreiche Vorbereitung der Veranstaltungen im Jubiläumsjahr. (rm)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.108
Datum: Dienstag, den 10. Mai 2011
Seite: Nr.16