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Archiv - Neues

02.04.2012 Kategorie: Neues

Hochsteiner Kreuz steht wieder


Das Kreuz ist wieder da

HOCHSTEIN: Sieben Monate nach dem Blitzeinschlag hat Firma Pfannenstein ein neues Sandstein-Kruzifix auf B-48-Felsen errichtet


4,35 Meter (inklusive Sockel) hoch, 1,50 Meter breit: Seit Freitag thront das vom Blitz zerstörte Kreuz wieder auf seinem angestammten Platz - dem 70 Meter hohen Rhyolithfelsen über der B 48. Damit haben die Hochsteiner nur sieben Monate nach dem verheerenden Einschlag ihr Wahrzeichen zurück.


Wobei es sich natürlich nicht um das Exemplar handelt, das im vorigen August bei einem Gewitter in 1000 Stücke gesprengt worden ist. Der vom Winnweilerer Gemeinderat beauftragte Steinmetz- und Natursteinbetrieb Pfannenstein hat ein neues Sandstein-Kreuz hergestellt. Dazu hat die Firma aus einem zwölf Tonnen schweren Block das Kreuz heraus gesägt. Die beiden Teile sind am Donnerstag über Waldwege zum Felsen transportiert worden. Am Freitag wurde dann das 515 Kilogramm schwere Längsstück in den vom Blitz verschonten Sockel eingelassen und per Edelstahldorn mit dem 350 Kilogramm schweren Querbalken verbunden. Um die Arbeiten durchführen zu können, haben die Mitarbeiter ein Gerüst stellen müssen.


Wie berichtet hatte der Winnweilerer Betrieb, der mit 7000 Euro das günstigste Angebot abgegeben hatte, nach der Auftragsvergabe erklärt, das neue Kreuz zu stiften. Dieses gehöre einfach zu Hochstein - und damit zu Winnweiler - dazu, deshalb habe man auch einen Beitrag leisten wollen, hat die Familie Pfannenstein gegenüber der RHEINPFALZ ihren finanziellen Verzicht begründet. Zudem habe sie das Engagement der Bürger beeindruckt, die sich „mit viel Herzblut” eingesetzt hätten: So hatte sich eine Interessengemeinschaft gegründet und unter anderem am Oktobermarkt-Umzug Bruchstücke des zerstörten Kreuzes verkauft. Insgesamt sind rund 5000 Euro für ein neues Kreuz gesammelt worden.


Das Geld werde trotz der großzügigen Spende der Firma Pfannenstein „in Gänze für das Kreuz oder dessen Umfeld investiert”, hat Ortsbürgermeister Rudolf Jacob versichert. Für rund 1900 Euro wird ein Blitzschutz angeschafft, auch das soll „zeitnah” geschehen. Vorgesehen sind zudem eine neue Bank aus Edelstahl und Arbeiten am Geländer - „je nachdem, wie viel Geld dann noch übrig ist”. Und gestrichen wird das neue Kreuz ebenfalls noch: Es wird wieder in gewohntem Weiß erstrahlen.


Eingeweiht wird das „neue alte” Wahrzeichen am Samstag, 21. April, vermutlich ab 11 Uhr. Während in luftiger Höhe das Kreuz offiziell seiner Bestimmung übergeben wird, beginnt unten im Tal bereits die Feier. Diese findet, wie könnte es in Hochstein anders sein, im Restaurant Sorbas statt - den meisten besser bekannt als „beim Saki”. (kra)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.79
Datum: Montag, den 02. April 2012
Seite: Nr.23
"Deep-Link"-Referenznummer: '8821673'