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Archiv - Neues

12.03.2014

Haushalt 2014/2015 einstimmig beschlossen - Überschüsse erwartet


75 000 Euro Plus trotz vorsichtiger Planung

WINNWEILER: Gemeinderat verabschiedet Doppelhaushalt – Baugebiet in Alsenbrück-Langmeil größte Investition

Die Ortsgemeinde Winnweiler rechnet für dieses Jahr im Ergebnishaushalt mit einem Plus von 75.000 Euro – und das, obwohl man beim Erstellen des Plans bewusst vorsichtig kalkuliert habe, wie VG-Finanzabteilungsleiterin Gertrud Cramme bei der Erläuterung des Zahlenwerks im Gemeinderat betonte. Dieser hat den Doppelhaushalt für 2014 und 2015 einstimmig und ohne größere Aussprache beschlossen.

Als Grund für den eher zurückhaltenden Ansatz nannte Cramme die Unwägbarkeiten bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Diese seien nun mal abhängig vom geschäftlichen Erfolg der Gewerbebetriebe und Dienstleister. Gerade wegen dieser Schwankungen habe man in diesem Bereich eine Million Euro weniger als im Vorjahr veranschlagt, betonte Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU). Mit aufgenommen in den Haushalt wurde eine Aufwandsentschädigung für den künftigen Hochsteiner Ortsvorsteher, der im Winnweilerer Ortsteil bei den Kommunalwahlen im Mai erstmals gewählt werden kann (wir berichteten). Jacob wies aber auch darauf hin, dass die Ortsgemeinde fast die Hälfte des Betrages leiste, den die VG aus den Umlagezahlungen der Ortsgemeinden kassiert.Im Ergebnishaushalt stehen Erträgen von 8,4 Millionen Euro Aufwendungen von 8,33 Millionen Euro gegenüber. Wesentliche Erträge sind die Realsteuereinnahmen mit 3,78 Millionen Euro, die Gemeindeanteile an der Einkommensteuer mit 1,79 Millionen Euro, die Schlüsselzuweisungen vom Land mit 222.200 Euro, der Familienleistungsausgleich mit 168.500 Euro, die Konzessionsabgaben mit 148.000 Euro, die Gemeindeanteile an der Umsatzsteuer mit 119.000 Euro und die Hundesteuer mit 24.800 Euro. Größter Batzen auf der Ausgabenseite sind wie gewohnt die Umlagen: 3,34 Millionen Euro sind an die VG, 2,8 Millionen Euro an den Kreis abzuführen. Die Gewerbesteuerumlage an das Land beträgt 586.028 Euro, die Finanzausgleichs-umlage 201.365 Euro.

Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen schlagen mit 472.332 Euro zu Buche. Eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr wird mit Arbeiten am Dach des gemeindeeigenen „Restaurants Max“ begründet. Die Kosten sind mit 60.000 Euro veranschlagt. Enthalten sind ferner 10.000 Euro für den Bebauungsplan „Raiffeisenstraße“ in Alsenbrück-Langmeil, 7800 Euro für neue Bücher für die Gemeindebücherei sowie jeweils 5000 Euro für eine Bodenuntersuchung im Neubaugebiet „Am Stockborn“ und Planungskosten zur Sanierung der Gemeindehalle in Alsenbrück-Langmeil. Für 6000 Euro soll der Brunnen in Potzbach saniert werden. Ungedeckte Kosten gibt es unter anderem bei der Straßenbeleuchtung (98.201 Euro), dem Festhaus (97.333 Euro), dem Friedhofswesen (69.455 Euro) und dem „Max“ (56.567 Euro).

Rund 1,05 Millionen Euro werden in diesem Jahr investiert. Größte Maßnahme ist mit 500.000 Euro der zweite Bauabschnitt im Neubaugebiet „Mühlberg“ in Alsenbrück-Langmeil. 349.950 Euro kostet der Ausbau des Verbindungsweges zwischen Ja-kobstraße und Neugasse. 80.000 Euro stehen für den Bewegungspark in Alsenbrück-Langmeil, 75.000 Euro für den Fußweg zum Industriegebiet „Am Stundenstein“ zur Verfügung. Der Verkauf von Grundstücken im Neubaugebiet „Mühlberg“ soll 449.856 Euro, die Veräußerung von weiteren Grundstücken 142.000 Euro in die Kasse spülen. Das Land fördert den Ausbau des Verbindungsweges Jakobstraße/Neugasse mit 262.462 Euro und den Bewegungspark in Alsenbrück-Langmeil mit 36.963 Euro.

Den Fehlbetrag im Finanzhaushalt in Höhe von 1,58 Millionen Euro gleicht die Ortsgemeinde durch einen Investitionskredit von 246.300 Euro und liquiden Mitteln der VG-Kasse von 1,334 Millionen Euro aus. Die Schulden steigen bis Jahresende auf rund 2,65 Millionen Euro. Der Liquiditätskredit bei der VG wird dann voraussichtlich 3,65 Millionen Euro betragen. Darin enthalten ist die Vorfinanzierung für das Neubaugebiet „Mühlberg“ mit 319.306 Euro. Das Eigenkapital beträgt Ende 2014 laut Planung 2,11 Millionen Euro. (mwl)

Quelle

Ausgabe

Die Rheinpfalz - Donnersberger Rundschau - Nr. 58

Datum

Montag, den 10. März 2014

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