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Archiv - Neues

07.08.2012 Kategorie: Neues

Grundstein für katholische Pfarrkirche vor 100 Jahren gelegt


Dem Traum vom Gotteshaus „Raum” gegeben

WINNWEILER: Festgottesdienst und Ausstellung zur Grundsteinlegung der katholischen Kirche vor 100 Jahren


Ganz auf den Anlass, die einhundertste Wiederkehr der Grundsteinlegung der katholischen Kirche in Winnweiler, waren die von Marlies Müller zum Festgottesdienst erarbeiteten Texte unter dem Leitwort „Lebendige Steine”. Wie die Menschen vor einem Jahrhundert ihren Traum von einem eigenen Gotteshaus im wahrsten Sinne des Wortes „Raum” gaben, artikulierten Frauen und Männer aus der Pfarrgemeinde ihre persönlichen Träume: Es wurden „lebendige Steine, auf denen sich, mit Gott als Fundament, „Kirche” gründen kann.


„Gemeinschaft und Frieden in Familie, Gruppen und Verbanden”, „Menschen, die einander beistehen”, „miteinander Gottesdienst feiern”, „Ideen haben und aktiv das Gemeindeleben mitgestalten”, „Mutiges wagen für eine bessere Welt” - Träume, die, wenn sie von vielen gemeinsam geträumt werden, Beginn einer neuen Realität werden können.


Auch Pfarrer Walter Fuhrmann griff in seiner Predigt das Thema auf. So wie in der alttestamentarischen Geschichte Jakob, der Schuldig gewesen obdachlos auf der Flucht ist und mit dem Kopf auf einen Stein unter freiem Himmel schlafen muss, Gott im Traum begegnet und ihm Mut und Zuversicht ausspricht, damit er den rechten Weg erkennt, seien auch die Menschen vor hundert Jahren erfüllt gewesen von der Sehnsucht nach einem Platz, an dem Gott sie daheim sein lässt. Steine und Träume - harte Wirklichkeit und Vision seien nur auf den ersten Blick Widersprüche, „doch Gottes Beistand macht Träume zu Steinen, die reden können.” So sprächen aus den überschaubaren Dimensionen des vor einem Jahrhundert errichteten Kirchenbaues Ruhe und Geborgenheit, sei den Nachkommen der damaligen Bauherren in Gott Heimat geschenkt, ein Dach über dem Kopf und ein Zuhause für die Seele.


Großes Interesse fand die auf Schautafeln präsentierte Ausstellung mit Fotos, Bauplänen und Daten zur Entstehungsgeschichte des Gotteshauses. Erörtert wurde vor allem die Frage, wie in der kurzen Zeitspanne von gerade mal 15 Monaten zwischen Grundsteinlegung und Weihe am 25. Oktober des folgenden Jahres, mit der zur Verfügung stehenden technischen Ausrüstung, das Arbeitspensum geschafft worden ist.


Nach einem Umtrunk nahmen einige der Gottesdienstbesucher auch gerne eine der - von der Druckerei Giloi und Ultes ansprechend gestalteten - Kopien der im Chorraum in den Grundstein eingemauerten Urkunde mit nach Hause. (rm)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ

Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.182
Datum: Dienstag, den 07. August 2012
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '9259000'