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Archiv - Neues

16.11.2010 Kategorie: Neues

Glanzlichter der Chöre und Solisten


Konzert der Sängervereinigung mit Zither und Marimbaphon

Hätte statt den beiden Winnweilerer Kirchen ein Bergpanorama die Rückwand der Festhaus-Bühne geziert, die Illusion wäre vollkommen gewesen. Der Männerchor der Sängervereinigung Winnweiler hatte sich beim Jubiläumskonzert zum 135-jährigen Bestehen des Vereines unter dem Motto: „Blühende Lande - Glühende Berge" ganz dem Mythos „Berge" verschrieben.
Unter der Leitung von Walter Paul ließen die Sänger unter anderem die „Sonne über Tirol" erwachen und den „Wildbach rauschen". Mit dem Frauenchor besuchten sie „Das Tal in den Bergen" und beklagten auf italienisch und deutsch die Veränderungen durch den Fortschritt. Der Frauenchor (Leitung Petra Lieberich) gefiel unter anderem mit „Herbstlichen Kapriolen", gesungen und von Renate Freischmidt gesprochen, und dem „Waldkonzert". Zu einem musikalischen Glanzlicht gestalteten die Sängerinnen die wehmütige Weise „The Rose". Solistin Heidi Merkel begeisterte einmal mehr mit ihrem klaren, unaufdringlichen Sopran, so bei „Schenkt man sich Rosen in Tirol". Wie stets war Petra Lieberich eine zuverlässige Begleiterin am Klavier.
Ein Star des Abends war zweifellos die Instrumentalsolistin Gaby Kiessling. Ob sie die beiden Chöre einfühlsam untermalte oder „solo" musizierte - sie beeindruckte mit der technischen Perfektion, mit der sie die Altzither beherrscht. Keine Frage, dass sie nicht ohne jene weltweit bekannte Melodie aus dem Film „Der dritte Mann" die Bühne verlassen durfte.
Spätestens seit Samstag wissen jetzt auch gut 300 Menschen mehr, was ein Marimbaphon ist. René Bechberger, weiterer Solist des Abends, ließ in atemberaubendem Tempo die vier Schlegel über die Tastatur seines Schlaginstruments tanzen und zündete ein Feuerwerk an Tönen und Rhythmen. Auch als rhythmischer Begleiter der beiden Chöre stand der Bundeswehrsoldat aus Sippersfeld „seinen Mann". Hilde Schwarz (Akkordeon) und Petra Lieberich (Klavier) sind als Instrumentalbegleiterinnen beider Chöre längst unverzichtbar. Trotzdem sollte der a capella-Gesang nicht ganz vernachlässigt werden. Auch gegen die strahlenden Trompetentöne - von der Galerie meisterlich geblasen von Wolfgang Bayer und seinem Schüler Samuel Rahn - und im Zusammenwirken mit allen anderen Instrumentalsolisten konnte der Männerchor, trotz redlichen Bemühens, stimmlich nicht bestehen. Schade!
„Sehr schön, aber um eine Stunde zu lang", kommentierte einer der vielen Besucher, die teils lange Anfahrtswege in Kauf genommen hatten. Erster Vorsitzender Helmut Mayer dankte Aktiven und Dirigenten für die akribische Vorbereitung, Solisten und Sponsoren, Helfern und dem Publikum, das mit Beifall nicht gespart hatte. Und bei der nicht geplanten Zugabe der Trompeter „Nehmt Abschied Brüder..." mitsummte. (rm)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.266
Datum: Dienstag, den 16. November 2010