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Archiv - Neues

03.04.2013 Kategorie: Neues

Gewerbepark soll Ende des Jahres starten


Alsenbrück-Langmeil: Eric und Rudolf Franzmann errichten auf Grundstück der früheren Baufirma Karl Wagner Räume für Geschäftsleute


Von Paul Urbanski


Auf dem Gelände der ehemaligen Baufirma Karl Wagner (KWL/Schimbold) in Alsenbrück-Langmeil soll ein Gewerbepark entstehen. Das ist der Plan der Winnweilerer Unternehmer Rudolf und Eric Franzmann. Vater und Sohn haben das Grundstück mit ihrer für dieses Projekt gegründeten Firma Franzmann GmbH Ende Februar gekauft. Jetzt sollen die – zusammenhängenden und U-förmig angeordneten – Hallen saniert und zu einzelnen Parzellen umgebaut werden, um sie dann an Interessierte zu vermieten. Läuft alles planmäßig, könnten die ersten Nutzer Ende 2013 in der Raiffeisenstraße 1 in Langmeil einziehen.Die Gesamtfläche des Grundstücks beträgt 19.000 Quadratmeter, das entspricht rund 2,5 Fußballfeldern. Davon sind 3000 Quadratmeter Hallenfläche und 300 Quadratmeter Büroräume. Zunächst müssten die Altlasten des Vorbesitzers beseitigt werden, betonen die neuen Grundstücksbesitzer. Von den Straßenaufbrucharbeiten des insolventen Unternehmens, das seinen Betrieb im Jahr 2011 eingestellt hat, seien jede Menge Sand und sonstige Abfälle in den Hallen gelagert. Mitte April beginnen die Aufräumarbeiten. Sobald der Müll weg ist, sollen die asbesthaltigen Hallen komplett saniert werden.„Uns ist es wichtig, dass die Hallen in einen guten und ansprechenden Zustand sowie energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden“, sagt Eric Franzmann im RHEINPFALZ-Gespräch. Die einzelnen Parzellen erhalten neben Türen und Fenster Rolltore. Es sind rund 15 Einheiten geplant, beginnend ab einer Größe von 60 Quadratmetern. Der überwiegende Teil wird schon vorab mit Sanitäranlagen, Aufenthaltsräumen für das Personal und einer modernen Beheizung ausgestattet, manche Parzellen werden als Lagerflächen dienen.


Um die Flächen kann sich jeder „bewerben“ – ob Handwerksbetrieb, Dienstleister oder Einzelunternehmen. So ist es beispielsweise möglich, dass der Besitzer einer Kleinfirma, dessen Lagermöglichkeiten zuhause beschränkt sind, sich hier eine kleine Parzelle nimmt. Oder Dienstleister wie Architekten und Rechtsanwälte mieten eine Bürofläche. Rudolf und Eric Franzmann führen bereits Gespräche mit Interessenten. Sie sind optimistisch, die vorhandenen Einheiten komplett an den Mann oder die Frau zu bringen. Über den Mietpreis wollten sie derzeit noch keine Auskunft geben. Nur, dass dieser natürlich je nach Größe und Ausstattung der Parzelle variiere.


Bereits Ende des Jahres soll ein Teil der Einheiten zur Verfügung stehen. Die Sanierungskosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Für die Zukunft ist es laut Eric Franzmann durchaus denkbar, dass auf der Freifläche hinter dem Hallenkomplex weitere Einheiten errichtet werden. „Wir sehen in der Verbandsgemeinde Winnweiler einen Bedarf an Gewerbeflächen“, erklärt Eric Franzmann einen der Beweggründe für dieses Projekt. Sein Vater und er wüssten aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, für die eigene Firma einen geeigneten Platz zu finden.


Ein großer Vorteil des künftigen „Gewerbeparks Langmeil“ ist die günstige Verkehrsanbindung. Die Autobahn liegt gerade einmal zwei Kilometer entfernt. Zudem können Lastwagen ohne Probleme auf das Gelände fahren, die Einfahrt ist groß genug. Noch offen ist derzeit, ob Rudolf und Eric Franzmann die Fläche „ihres“ Gewerbeparks auch für ihre weitere Firma nutzen: Die 2xF GmbH ist in den Bereichen Photovoltaik, Alternativenergie, Metallbau/Schlosserei sowie als Ingenieurbüro tätig. Die Arbeiten an den Parzellen werden die beiden mit ihrer Firma zu etwa 70 Prozent selbst ausführen. Dabei können die Einheiten je nach Bedarf der Mieter gestaltet werden. Ein Beispiel: Verschiedene Unternehmen bräuchten unterschiedliche Fußböden.


„Wir sehen hier eine herausragende Möglichkeit für dieses Projekt“, betont Rudolf Franzmann. Verschiedene Unternehmen könnten sich so an einem gemeinsamen Standort ansiedeln – Stichwort Synergieeffekte. Die mögliche Bandbreite ist groß: Von Autowerkstätten über Metallverarbeitungsbetriebe und Elektriker bis hin zu Schlossereien und anderem mehr. Der Gewerbepark biete beispielsweise auch Firmen, die sich vergrößern wollen, dies aber aufgrund von Platzmangel am Stammsitz nicht können, entsprechende Expansionsmöglichkeiten.


Bei ihrem Projekt haben Rudolf und Eric Franzmann einerseits die Nordpfälzer Unternehmen im Blick, denen sie die Chance zur Ansiedlung im Gewerbepark geben wollen. Zugleich möchten sie aber ein Gegengewicht zu anderen leistungsfähigen Regionen in der Umgebung schaffen. Der langjährige frühere SPD-Landtagsabgeordnete Rudolf Franzmann: „Wir wollen auch ein Zeichen setzen und etwas für die Region tun.“

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ

Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.77
Datum: Mittwoch, den 03. April 2013
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_9560097'