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Archiv - Neues

08.05.2013 Kategorie: Neues

Frühjahrskonzert des Musikvereins


WINNWEILER: Musikverein bietet verstärkt mit 15 Gastakteuren Konzert der Extraklasse – Projekt ein voller Erfolg


Es war ein Konzert der Extraklasse, das den Zuhörern am Samstagabend im Winnweilerer Festhaus geboten worden ist. Und in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich: Nicht nur, dass die üblicherweise etwa 25 Aktiven des Musikvereins Winnweiler von rund 15 Gastbläsern verstärkt wurden und so den vollen Klang eines sinfonischen Blasorchesters hervorgebracht haben – auch das Programm, bei dem die Grenzen zwischen Klassik und Unterhaltung fließend waren, ließ keine Wünsche offen und sprach gleichermaßen alle im Publikum wie im Orchester vertretenen Altersgruppen an.Schwungvoll schon der Auftakt mit der Ouvertüre zur Operette „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé, die seit ihrer Uraufführung 1860 nichts von ihrer jugendlichen Spritzigkeit verloren hat. Einen ersten musikalischen Glanzpunkt setzte die Solistin Tone Calmer mit ihrem Part im Concertino für Flöte und Orchester von Cedile Chaminade. Klanggewaltig interpretierte das Orchester die Symphonische Dichtung „Finlandia“, eine Komposition von Jean Sibelius, in der er den Freiheitskampf seines Volkes in dramatische musikalische Bilder umgesetzt hat, gefolgt vom „Huldigungsmarsch“ aus dem Schauspiel „Sigurd Jorsalfar“ von Edvard Grieg.Vom hohen Norden Europas ins Land des Tangos wurde das Publikum mit der Komposition „Adios Nanino“ des Argentiniers Astor Piazzola entführt. Hier belegten die Orchestermitglieder sowohl in den leisen, melancholischen Passagen als auch im gewaltigen Fortissimo ihr solides musikalisches Können – vor allem angesichts der Tatsache, dass das Projektorchester gerade mal ein halbes Jahr gemeinsame Probenarbeit hinter sich hatte. Ein Erfolg, auf den Orchesterleiter Harry Geib – dem man die Begeisterung anmerkte, vor einer so stattlichen Bläserschar stehen zu dürfen – stolz sein kann. Mit einem Potpourri aus Kompositionen von Tschaikowski, Mozart, Beethoven, Brahms und Rossini endete Teil eins. „Children of Sanchez“ von Chuck Mangione zauberte nicht nur südamerikanisches Flair ins Festhaus, sondern bot auch den Solisten Ingrid Schweden (Trompete), Joel Jung (Saxophon) und Arno Hornberger (Horn) Gelegenheit, sich ausdrucksstark zu profilieren. Auch die vier jungen Schlagzeuger Lukas Scheid, Eric Thorn, Marvin Benner und Zoe Nikolai hatten ihren großen und stürmisch gefeierten Auftritt.


Einem Medley aus dem Oscar-prämierten Film „Der mit dem Wolf tanzt“ von John Barry, „preisverdächtig“ interpretiert, folgten „Sound Giganten“ aus Filmen wie „Exodus“, „Goldfinger“, „Spiel mir das Lied vom Tod“ und der legendären Fernsehserie „Raumpatrouille“. Mit der Komposition „Glasnost“ von Dizzi Stratford aus dem Jahr 2009 riefen die Musiker eindrucksvoll Ereignisse der jüngeren Vergangenheit in Erinnerung. Mit zünftiger Marschmusik klang der Abend aus – und unter den „Great Movie Marches“ durfte nicht der „River Kwai Marsch“ fehlen. Erst nach zwei Zugaben ließ das Publikum die Musiker von der Bühne.


Das Moderatoren-Duo Heilwig und Hartmut Dietrich vermittelte in lockerer Form Wissenswertes zu den jeweiligen Kompositionen und ihren Schöpfern. Nicolas Geminn, Vorsitzender des Musikvereins Winnweiler, hatte schließlich allen Grund, auf den Erfolg des von ihm angestoßenen „Projektorchesters Sinfonie“ stolz zu sein. Sein Dank galt deshalb in gleichem Maße der „Stammberatung“ seines Vereins wie den Projektteilnehmern, die gemeinsam das Experiment gewagt haben. Besonders hob Geminn die Leistung von Harry Geib hervor, dessen Können und großes Engagement Voraussetzung für das Gelingen gewesen seien. Dazu hätten auch die Sponsoren, die Orts- und die protestantische Kirchengemeinde mit dem Überlassen der Räumlichkeiten sowie die vielen Helfer hinter den Kulissen beigetragen. (rm)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ

Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.106
Datum: Mittwoch, den 08. Mai 2013
Seite: Nr.20
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_10802971'