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Archiv - Neues

05.01.2011 Kategorie: Neues

Firma Karl Wagner stellt Insolvenzantrag


ALSENBRÜCK-LANGMEIL: Mitarbeiter haben für November keinen Lohn erhalten - Insolvenzverwalter prüft Sanierungschancen

Das Tief- und Straßenbauunternehmen Karl Wagner GmbH, die Firma KWL pro Natur GmbH sowie die im Hoch-, Beton- und Industriebau tätige Schimbold Baugesellschaft mbH mit Sitz in Alsenbrück-Langmeil haben Insolvenz angemeldet. Die insgesamt rund 120 Mitarbeiter haben für den Monat November keinen Lohn erhalten. Das hat Florian Schaffer von der Kanzlei des vorläufigen Insolvenzverwalters Harald Hess (Mainz) auf Anfrage der RHEINPFALZ mitgeteilt.
Gründe für den Antrag auf Insolvenz habe der Geschäftsführer der Firmen, Harald Schimbold, in den entsprechenden Formularen nicht genannt. „Die Gründe können wir erst nach der Erstellung des notwendigen Insolvenzgutachtens mitteilen", so Schaffer. Derzeit werden vom vorläufigen Insolvenzverwalter die Sanierungschancen für das Unternehmen geprüft. Zudem bemühe man sich, für die Mitarbeiter eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes zu erreichen, betonte Schaffer. Weitere Angaben seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
Das Amtsgericht Kaiserslautern hatte am 20. Dezember das Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Karl Wagner GmbH, der KWL pro Natur GmbH und der Schimbold Baugesellschaft mbH angeordnet. Ferner wurde Harald Hess zum vorläufigen Insolvenzverwalter ohne Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis bestellt.
Harald Schimbold war bislang für eine Stellungnahme gegenüber der RHEINPFALZ nicht zu erreichen. Ob und wenn ja in welchem Umfang bei den betroffenen Firmen weitergearbeitet wird - sofern es die momentane Witterung überhaupt zulässt - ist somit derzeit nicht bekannt. Der Winnweilerer Verbandsbürgermeister Rudolf Jacob hat allerdings im RHEINPFALZ-Gespräch mitgeteilt, „dass Aufträge, die von der Verbandsgemeinde an die Firma Karl Wagner vergeben worden sind, wie vorgesehen fortgeführt werden - natürlich sobald dies witterungsbedingt möglich ist". Entsprechende Signale habe die VG von dem Unternehmen erhalten. Zu diesen Arbeiten zählt beispielsweise die begonnene Erschließung des Neubaugebietes „Mühlberg" in Alsenbrück-Langmeil.
Auswirkungen könnten die Insolvenzanträge jedoch auf die anstehende Erschließung des Neubaugebietes „Wolfspfad" in Steinbach haben: Ursprünglich war vorgesehen, den Auftrag in der Sitzung des VG-Werksausschusses am 24. Januar an die Firma Karl Wagner als günstigsten Bieter zu vergeben. Aufgrund der aktuellen Entwicklung habe jedoch mittlerweile die Firma mit dem zweitbilligsten Angebot Beschwerde gegen die geplante Vergabe an die Firma Wagner eingelegt, so Jacob. Die Verwaltung sei deshalb in Kontakt mit der ADD. Hier gebe es eine Stelle für Vergabestreitigkeiten, die nun klären soll, „ob ein Auftrag auch an eine Firma vergeben werden kann, die Insolvenz angemeldet hat", so Jacob. (kra)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.2
Datum: Dienstag, den 04. Januar 2011