Unsere Ortsteile
Winnweiler
Winnweiler
Alsenborn-Langmeil
Alsenbrück-Langmeil
Hochstein
Hochstein
Potzbach
Potzbach

Archiv - Neues

03.12.2010 Kategorie: Neues

Ein wunderbar himmlisches Stimmengeflecht


Der Jugendchor „Südpfalzlerchen" begeistert beim Konzert vor über 400 Besuchern im Festhaus

Kostproben ihres Könnens haben die „Südpfalzlerchen" Herxheim, der protestantische Kirchenprojektchor Winnweiler und Harfenist Florian Jurzitza vor über 400 Zuhörern im Winnweilerer Festhaus geboten. Fernab kommerzieller Weihnachtsmarktberieselung zeichnete sich das Adventskonzert durch seinen meditativen Charakter aus.
Herzstück des Benefizkonzerts war der Auftritt des mehrfach ausgezeichneten Kinder- und Jugendchors „Südpfalzlerchen" aus Herxheim. Chorgeschichte schrieb sein Leiter Klaus Eichenlaub. Der studierte Musiker im Lehramt führte in der Vergangenheit schon die „Froschkönige" aus Jockgrim und die „Klosterspatzen" aus Hördt zum Erfolg. Seit 1994 schlägt sein musikalisches Herz für die „Südpfalzlerchen", eine aufgeweckte, disziplinierte Gruppe von Kindern und Jugendlichen zwischen acht und 18 Jahren. Gut 30 davon traten in Winnweiler auf die Bühne.
Schlanker, natürlich ausgeglichener Chorklang ist das Markenzeichen des mehrstimmig und mehrsprachig singenden Ensembles. Felix Mendelssohn-Bartholdys Motetten „Veni Domine" (Komm Herr), „Laudate Pueri" (Lobt ihr Knechte) und Johann Sebastian Bachs Weihnachtskantate „Bereite dich Zion" (Solistin Leoni Kuman) bildeten die Dreh- und Angelpunkte einer organisch gegliederten Programmfolge. Die Zeit der Freude, Ankunft und des Einzugs Jesu bildeten das Thema. Artikulatorische Gestaltungskraft, Intonationssicherheit und dynamische Interpretationskunst ließen sich, sicher von Jurzitza am Klavier untermalt und a-cappella, ein- ums andere Mal bestaunen. Lateinisch dargebotene Romantik ergänzte sich mit jugendgerechten Advents- und Weihnachtsliedern in neuem Zeitgewand.
Wunderbar himmlisch im engen Stimmengeflecht ging es mit neuzeitlichen Kompositionen von John Rutter zu. Der englische Tonsetzer, geboren 1945 in London, ist derzeit ein Geheimtipp unter Choristen. Vereinzelter Applaus brandete entgegen der Maxime des Veranstalters hier schon auf. Lautstark und stehend spendeten die Zuhörer nach Emily Crockers rhythmischem „Gloria Alleluia" Beifall, Elastizität in Stimm- und Klangbeherrschung ließ sich auch beim letzten Vortrag attestieren. Strahlende Kindergesichter gab es über so viel Zuspruch.
Mit einem Jazzausflug der ganz besonderen Art war der 20-jährige Musikstudent Florian Jurzitza ins Programm gestartet. Geläufiges beidhändiges Saitenspiel und glissandierende Reprisen bestimmten seinen Vortrag. Das variationsreiche Spektrum harmonischen Chorgesangs zeigte der protestantische Kirchenchor (Projektchor). Nicht hoch genug einzuschätzen ist die Arbeit von Gudrun Scherrer, Chorleiterin und Vizepräsidentin im Chorverband der Pfalz, führt sie doch Laien an die Stilarten unterschiedlichen Musizierens heran. Der Projektchor setzt sich aus Sängerinnen und Sängern aus Dannenfels, Einselthum, Gehrweiler und Winnweiler zusammen. Mit „Freude schöner Götterfunken", „Signore delle Cime" und „Masithi" gelangen ihm schöne Beispiele homogener Klangentwicklung. Rhythmisch, mit packendem Vorgesang klang die Aufforderung „Masithi" - Singt, ein südafrikanisches Traditional. Die letzten beiden Lieder sang der Projektchor in der Landessprache.

Der Erlös des Konzertes ist für die musikalische Jugendarbeit. (jst)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.280
Datum: Donnerstag, den 02. Dezember 2010