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Archiv - Neues

28.10.2011 Kategorie: Neues

Benfizkonzert für Hochsteiner Kreuz bringt 1.100 Euro


Weitere Bausteine fürs „Kreuz" ersungen

HOCHSTEIN: Erlös des Benefizkonzerts: 1100 Euro


Die Zeilen, mit denen der Mädchenchor „Diva Canto" das Programm im Winnweilerer Festhaus eröffnete, hat den Anlass des vom Hochsteiner Gesangverein organisierten Benefizkonzerts zum Ausdruck gebracht: „Von hohen Bergeshöh'n zwei Kreuze grüßen herab...", lautet eine Passage des von Helene Bernhardt vor vielen Jahren verfassten „Hochsteiner Lieds". Darin wird das Eiserne Kreuz auf dem Ehrenmal für die Toten der beiden Weltkriege sowie sein „Gegenüber" - das seit 1767 auf einem 70 Meter hohen Felsen thronende Wahrzeichen - besungen. Letzteres ist in der Nacht auf 24. August von einem Blitz zerstört worden. Nun wird für ein neues Kreuz gesammelt.


Stolzes Ergebnis des Konzertes: Der Erlös aus Getränken und Kuchen sowie Spenden beträgt 923 Euro. Weitere rund 200 Euro hat der Verkauf von „Kreuz-Bruchstücke" durch die Interessengemeinschaft Hochsteiner Kreuz erbracht. Die Initiative hatte sich ein paar Tage nach dem verheerenden Blitzeinschlag in der Hochsteiner Gienanthstraße gebildet und am Winnweilerer Oktobermarkt mit dem Verkauf von Kreuz-Bruchstücken ordentlich „Kasse gemacht" (wir berichteten). Bislang hatte die IG - ohne die Einnahmen dieses Konzertes - bereits 2880 Euro für ein neues Kreuz gesammelt.


Da die schnellstmögliche Wiedererrichtung (nicht nur) für die „Hooschder" Ehrensache ist, hat der Gesangverein die Benefiz-Veranstaltung im Festhaus organisiert. Es bedurfte keiner großen Überredungskunst, Mitwirkende für das Konzert zu finden, betonte Gesangvereinsvorsitzender Martin Becker bei seiner Begrüßung. Neben dem Mädchenchor „Diva Canto" (Leitung Hildegund Becker) des Gesangvereins Hochstein gaben auch der Kinderchor des Vereins (Leitung Angelina Jacob und Nicolas Geminn) sowie der Junge Chor (Leitung Sonja Walther) und der gemischte Chor in Chorgemeinschaft mit Münchweiler (Leitung Hildegund Becker) Kostproben ihres Könnens. Die Sängervereinigung Winnweiler ließ sich ebenfalls nicht lange bitten und war mit Männer- und Frauenchor zur Stelle (Leitung Walter Paul und Petra Lieberich). Auch der Gospel-Chor „Good News" aus Börrstadt (Leitung Jürgen Gündnes), dessen Vorsitzende Jutta Pretzner zu den „Aktivisten" der Gienanthstraße zählt, hatte spontan zugesagt. Mit Chorvorträgen, die von volkstümlich bis poppig reichten, gestalteten die kleinen und großen Sänger ein unterhaltsames, abwechslungsreiches Programm, das den Beifall der zahlreichen Besucher fand.


Dazwischen informierte Martin Becker in lockerer Form über die Historie des Sagen umwobenen Kreuzes. Musikalische Glanzlichter waren die Solovorträge dreier junger Pianisten: Wladimir Lang, Constanze Schmidt und Annika Schlicher, allesamt Schüler der Musikschule Hochstein, begeisterten mit Kompositionen von Frederic Chopin, Eduard Grieg und Franz Schubert. Nicht zuletzt hatte sich eigens zu diesem Anlass ein Duo der Extraklasse formiert: Profimusiker Daniel Gaede bestritt auf der Posaune einfühlsam den „Basis"-Part zum Blockflötenspiel seines gerade mal sechs Jahre alten Sohnes Raphael. Die Beiden traten mit Werken von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart den Beweis an, dass in Hochstein nicht nur vielstimmig gesungen, sondern auch meisterlich musiziert wird. Günter Kehrein und Friedrich Dilger (Akustik-Gitarren) verabschiedeten die Besucher mit Eigenkompositionen ihrer Band „Blue Smoke Blues". Sie heimsten für ihren Mix aus Rock und Blues ebenfalls viel Beifall ein.


Rundum zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Benefiz-Veranstaltung zeigten sich die Organisatoren von Gesangverein und IG - die über 1100 Euro sind ein weiterer Baustein für ein neues Hochsteiner Kreuz. (rm)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.251
Datum: Freitag, den 28. Oktober 2011
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '8258533'