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Archiv - Neues

20.09.2012 Kategorie: Neues

Benefizkonzert


Winnweiler: Benefiz-Konzert in protestantischer Kirche - 2100 Euro Spenden


2100 Euro - dieser Betrag ist beim Benefiz-Konzert in der protestantischen Kirche Winnweiler gespendet worden. Der Erlös soll für die Innenrenovierung und den Umbau der Kirche - geplant ist unter anderem ein barrierefreier Zugang - genutzt werden. Unter dem Leitgedanken „Ein neues Lied sei angestimmt” präsentierten der protestantische Kirchenchor sowie Chorsänger aus Dannenfels, Einselthum und Gehrweiler Werke aus unterschiedlichen Musikepochen.


Den Auftakt machte Florian Jurzitza an der Orgel mit dem fulminanten „Préludium” von Vinzent Lübeck. Die Orgel und die Gewalt der vielen Vokalstimmen - was lag da wohl näher, als diese beiden voluminösen Klangkörper in der Programmfolge auch in Dialog zu bringen? Die große Chorgemeinschaft überzeugte mit „Lasst uns miteinander singen, beten, loben den Herrn” - in einer modernen Swing-Variante. Gemeinsam stimmten sie die Motette „Herr, dein Wort ist meines Fußes Leuchte” an. Das Stück von Hilger Schallehn wurde spannungsreich sowie ausdrucksstark wiedergegeben.


Der gemischte Chor Gehrweiler setzte mit der „Sonntagsfeier” und dem schwungvollen Gospel-Song „Kum ba yah, my Lord” Akzente in Tempo und Dynamik. Einfühlsam boten die elf Choristen aus Dannenfels das Gebetslied aus der Oper „Der Freischütz” von Carl Maria von Weber und die italienische Weise „Seniore delle Cime - Herr des Himmels”.


Das „Vater unser”, als moderne Komposition von Hanne Haller bearbeitet, wurde vom Jakob-Scheller-Chor Einselthum gefühlvoll vorgetragen. Eindrucksvoll präsentierten sie auch den „Chor der Gefangenen” aus der Oper „Nabucco” von Giuseppe Verdi. Gudrun Scherrer (Sopran), Ute Samiec (Alt) und Hans-Jürgen Miedreich (Bass-Bariton) wagten sich an eine anspruchsvolle Komposition des in Schweden beheimateten Komponisten Waldemar Ahlén heran. Der „Summarpsalm”, bearbeitet von Hermann J. Settelmeyer und mit Texten von Karl Wolfgang Barthel, verfehlte seine Wirkung nicht.


Der 22-jährige Harfenist Florian Jurzitza, mehrfacher Preisträger an diesem Instrument, setzte betörende Glanzlichter. „Air Hebrem de Philopopolis”, ein aus dem 18. Jahrhundert stammendes orientalisches Musikwerk des englischen Harfe-Virtuosen Elias Parish-Alvars, ließ die Besucher aufhorchen.


„Qi Gong im Licht” führte Karin Bungert vor. Die sanften und fließenden Bewegungsabläufe des Qi Gong sind in der Ausführung wichtige Elemente. Harmonie sowie Entspannung von Körper, Geist und Seele stehen im Vordergrund. Die Präsentation bei Kerzenlicht sorgte bei ruhiger Musik für eine mystische Stimmung.


Ein Höhepunkt: 50 Sänger stimmten ergreifend das Wolgalied aus „Der Zarewitsch” an. Tief bewegt von der berauschenden Musik von Franz Léhar schlüpften die Sänger in die Rolle des einsamen Soldaten. Sie durchlebten seine Trauer, seinen Schmerz, seine Verzweiflung.


Am Ende gab's minutenlangen Applaus - auch für Dirigentin Gudrun Scherrer, die für das Programm verantwortlich war. Mit dem Abendlied „Der Mond ist aufgegangen”, das mit den Zuhörern gemeinsam gesungen wurde, fand das Konzert einen krönenden Abschluss. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein stand bereits der vorläufige Spendenbetrag fest: 2100 Euro. (red)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ

Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.220
Datum: Donnerstag, den 20. September 2012
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '9441013'