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Archiv - Neues

02.02.2011 Kategorie: Neues

Akrobatik am Boden und in der Luft


Turnverein-Aktive zeigen in zweistündiger Schau ihr Können - Von unter zwei bis über 80 Jahren 

Jugendlich-frisch und zukunftsorientiert: So startet der TV Winnweiler ins 135. Jahr seines Bestehens. Bei der rund zweistündigen Turnschau in der Halle der Realschule plus haben Aktive aus zwölf Abteilungen eindrucksvoll belegt, dass der Verein sportliche Heimat für Mitglieder aller Altersklassen ist.
Sportler im Alter von unter zwei bis (weit) über 80 Jahren haben den zahlreichen Besuchern - unter ihnen Bürgermeister Rudolf Jacob - Kostproben ihrer körperlichen Fitness und ihres turnerischen Könnens gegeben. Die im zweijährigen Turnus veranstaltete Schau hat Oberturnwartin Susanne Mayer moderiert, die stellvertretende Vorsitzende Doris Beerbaum hieß willkommen. Eröffnet wurde das sportliche Programm von den jüngsten „Turnern" unter Leitung von Monika Hellriegel. An der Hand von Mama und Papa erklommen ein Dutzend kleiner Pampersträger Schwebebänke und Kasten, balancierten mutig in luftiger Höhe und hüpften Luftballon schwenkend wie die Häschen. 17 fünf- bis neunjährige Buben (Übungsleiter Jonathan Orschiedt) nahmen ihren raffiniert aufgebauten Hindernis-Parcours so flott, dass die Zuschauer mit Klatschen kaum nachkamen.
Eine „kesse Sohle" legten 23 Mädchen von fünf bis acht Jahren (Monika Hellriegel, Anja Müller, Petra Daniels) „aufs Parkett", ehe sie den Sprungkasten bewältigten und zum Abschluss fröhlich Purzelbäume schlugen. Nur auf den ersten Blick erinnert Rope Skipping noch an „Strickhupse" früherer Zeiten. Die Fortgeschrittenen unter den acht Mädchen (plus einem „emanzipierten" männlichen Skipper) beeindruckten unter Leitung von Valerie Barchet und Franziska Schur mit gekonnten akrobatischen Einlagen. Ans „Königsgerät" Reck wagten sich die Jungs zwischen sieben und 14 Jahren. Die „Nachwuchs-Hambüchens" begannen mit Auf- und Umschwüngen und machten ihren Trainern Jonathan Orschiedt und Michael Massa alle Ehre. Dank neuartiger Trainingshilfen können auch schon die ganz Jungen ohne Angst erste Schwünge am Hochreck probieren.
Einen reizvollen Kontrast bot anschließend der Beitrag der Frauen „50 plus" unter Leitung von Roswitha Steffens und Olga Wilding. Zu sanfter Musik brachten sie in schwarzen Outfits mit roten Halstüchern und gleichfarbenen Bällen eine elegante Ballgymnastik zur Aufführung. Übungsleiterin Brigitte Weber warb mit einer Demonstration für die erst seit kurzem angebotene Badminton-Abteilung um neue Mitstreiter. Viel Beifall erhielt die Seniorengymnastikgruppe unter Leitung von Olga Wilding für ihren Reifentanz. Tempo war bei den zehn jungen Damen des Step-Aerobic-Kurses (Leitung Erika Martin) angesagt, die für ihre rasant über die Bänke „gesteppte" Nummer anerkennende Pfiffe der männlichen Zuschauer ernteten.
Noch etwas zögerlich gelangen die ersten Schritte der acht- bis 14-jährigen Mädchen (Kathrin Denzer) auf dem „Zitterbalken", sicherer fühlten sich die Turnerinnen bei ihren Bodenübungen. Dass sich Pezzibälle auch als Trommeln einsetzen lassen, bewiesen die Frauen um Doris Beerbaum. Zu ihrer Trommelgymnastik, untermalt von fetziger Musik, klatschte das Publikum rhythmisch mit. Die „gemischte" Turngruppe (Jonathan Orschiedt/Lucas Bies) entführte zum Höhepunkt des Nachmittags in den Dschungel. In „Jonathans Affentheater" kämpfte er als Tarzan mit einer wilden Horde Gorillas um die Gunst von Jane (alias Svenja Sünder). Mit vollem Körpereinsatz ging es dabei gehockt und gegrätscht, geflankt und per Überschlag über Kasten und Matten, während das Klettertau zur Liane umfunktioniert wurde. Als Sieger erwies sich der aus Feuer und Rauch auftauchende kleine Lauro. Für die zündende Idee der jungen Turner gab"s verdienten Applaus.
Doris Beerbaum dankte allen Beteiligten für das abwechslungsreiche Programm. Wie fit regelmäßige sportliche Betätigung bis ins hohe Alter halten kann, belegten bei der anschließenden Verleihung der Sportabzeichen die beiden „Oldies" unter den Absolventen: Der 81-jährige Ehrenvorsitzende Georg Mayer und der 80 Jahre alte Günther Lieser wurden dafür ebenso mit einem kleinen Präsent bedacht wie der jüngste Erwerber: Der gerade mal siebenjährige Lauro Mayer hat erstmals die geforderten Leistungen geschafft. (rm)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.27
Datum: Mittwoch, den 02. Februar 2011