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Archiv - Neues

12.01.2017 Kategorie: Neues

Feuerwehr Winnweiler im Jahr 2016 184 mal im Einsatz


Dachstuhlbrand in Steinbach am 26. Juli nach Blitzeinschlag

Dem Dachstuhlbrand in Steinbach ging dieser Einsatz auf der BAB 63 voraus

Zwei Tote Fahrzeuginsassen lautete die traurige Bilanz dieses Verkehrsunfalles am 14.11.2016 auf der L 401

Im Frühsommer ein fast tägliches Bild. Starkregenereignisse führen in fast jeder Ortsgemeinde zu Überschwemmungen. Manche Orte waren auch mehrfach betroffen.

Die Stützpunktfeuerwehr Winnweiler schaut auf das bislang einsatz- und arbeitsreichste Jahr ihrer fast 150-jährigen Geschichte zurück. Insgesamt wurde die 58 Männer und Frauen der Winnweilerer Wehr 184 mal zu Einsätzen alarmiert. Diese Einsätze teilen sich auf in 26 Brandeinsätze, 147 Hilfeleistungseinsätze sowie 11 Fehlalarmierungen.
In der Summe handelt es sich um 260 Einsatzstunden. Multipliziert mit der Anzahl des eingesetzten Personals wurden 3.066 Stunden Einsatzstunden geleistet. Einsatzschwerpunkte waren in diesem Jahr die unwetterartigen Regenfälle im Frühsommer, die die Feuerwehr von Ende Mai bis in den Juli hinein in Atem hielten.

Bei den Brandeinsätzen wurde eine Person gerettet, während bei den Hilfeleistungen 30 Menschen aus misslichen Lagen befreit bzw. gerettet werden konnten. Leider waren bei den Hilfeleistungseinsätzen auch 6 tödlich verletzte Personen zu beklagen.
Aus der Vielzahl von Einsätzen, ragen wie immer natürlich auch einzelne Einsätze heraus, die aufgrund der Schadenslage oder der Folgen für die Beteiligten in Erinnerung bleiben. So der 26. Juli 2016 an dem die Stützpunktwehr zunächst zu einem Verkehrsunfall auf der BAB 63 alarmiert worden ist. Hier hatte sich ein Kleinwagen so überschlagen, dass er auf dem Dach liegend auf der Mittelleitplanke zum Stillstand gekommen war. Der Fahrer hatte sich hierbei schwere Verletzungen zugezogen. Kurz vor Einsatzende ging über dem Ostteil der VG Winnweiler ein heftiges Unwetter nieder, was noch auf der Rückfahrt zu weiteren Alarmierungen wegen Überschwemmungen von Straßen und Kellern in Börrstadt und Sippersfeld führte. Das Hilfeleistungslöschfahrzeug hatte gerade wieder die Feuerwache in Winnweiler erreicht – die anderen Fahrzeuge waren noch auf dem Rückweg – als die Meldung eines Dachstuhlbrandes nach Blitzeinschlag in Steinbach einging. Umgehend machten sich die Einsatzkräfte auf den Weg dorthin um in einem mehrstündigen Einsatz, gemeinsam mit den Ortswehren Steinbach, Sippersfeld und Börrstadt, sowie Unterstützung durch die Drehleiter der Feuerwehr Göllheim, den Brand dort zu bekämpfen.
Am Vormittag des 14. November wurde die Feuerwehr Winnweiler mit dem Einsatzstichwort „PKW gegen Baum, 2 Personen eingeklemmt, Fahrzeug brennt“ auf die L 401 zwischen Alsenbrück-Langmeil und dem Röderhof gerufen. Beim Eintreffen der Feuerwehr, Ersthelfer hatten bereits mit einem Feuerlöscher die Flammen erstickt, konnte der Feuerwehrarzt nur noch den Tod der beiden Fahrzeuginsassen feststellen. Es oblag den Einsatzkräften, die Leichen der beiden Unfallopfer aus dem total zerstörten Fahrzeugwrack herauszuschneiden und dem Bestatter zu übergeben.
Insgesamt 11 der 184 Einsätze waren Nachbarschaftshilfen in benachbarten Verbandsgemeinden sowie der Stadt Kaiserslautern, wo die dortigen Feuerwehren je ein Spezialfahrzeug der Feuerwehr Winnweiler zur Unterstützung angefordert haben.

Wehrleiter Robert Blanz und Wehrführer Christian Füllert legten dieser Tage die Einsatzstatistik des Jahres 2016 bei Bürgermeister Rudolf Jacob vor. „Es ist schon bemerkenswert, dass wir nun im zweiten Jahr hintereinander ein solches Allzeithoch an Einsatzzahlen zu verzeichnen haben. Gerade bei den Unwetterereignissen im Frühjahr/Sommer 2016 haben wir wieder gesehen, wie wichtig eine gut aufgestellte Feuerwehr ist. Dabei hat sich auch gezeigt, wie wichtig die kleineren Wehren auf den Orten sind. Wetterbedingte Flächenlagen wären nur mit einer Stützpunktwehr nicht zu beherrschen. Mein Dank gilt allen Frauen und Männern, die sich in unserer Feuerwehr engagieren,“ so der Bürgermeister. Wehrleiter Blanz und Wehrführer Füllert wiesen darauf hin, dass es mit den 3066 Einsatzstunden nicht getan sei: „Durch Ausbildungsveranstaltungen, Lehrgänge und Sonderdienste kommt sicherlich nochmal die gleiche Stundenzahl hinzu“ so die beiden Führungskräfte. Mit den Worten: „Ohne das vorbildliche ehrenamtliche Engagement unserer Feuerwehrangehörigen, könnten wir diese Aufgaben nur erfüllen, wenn wir hierfür jährlich einen Betrag in Millionenhöhe aufwenden würden, was allerdings nicht finanzierbar ist. Dafür bedanke ich mich herzlich.“ zeigte sich Bürgermeister Rudolf Jacob dankbar.

Das Jahr 2017 hat mit 5 Einsätzen in den ersten 10 Tagen, darunter der havarierte Tanklaster an der Neumühle bei  Münchweiler, hat auch schon wieder arbeitsreich begonnen.